Frühjahrskonzert beim MVO…

…das hieß in diesem Jahr: Unsere Freunde aus dem Süden kommen!

Denn das Konzertwochenende sollte ganz im Zeichen der Freundschaft stehen. Seit stolzen 60 Jahren besteht die Partnerschaft zum Musikverein Sipbachzell/Oberösterreich, den die MVOler zuletzt im Frühjahr 2017 besuchten und mit welchem nun die langjährige Freundschaft mit einem gemeinsamen Wochenende und dem Jubiläumskonzert als Höhepunkt gefeiert wurde.

Früher als erwartet und später als zunächst angekündigt wurden die Gäste aus dem Nachbarland am Freitagnachmittag auf dem Marktplatz mit einem kleinen Platzkonzert begrüßt. Nachdem das Quartier bei den verschiedenen Gastgebern bezogen war, wurde den weit Angereisten keine Chance gegeben, der Müdigkeit, welche dem ein oder anderen Fahrtgetränk zuzuschreiben gewesen sein könnte, nachzugeben: schon kurze Zeit später trafen sich alle gut gelaunt im Weingut Kern zum Kameradschaftsabend, wo eben diese ausgelassen gefeiert wurde.

Dass Oberderdingen noch mehr zu bieten hat, davon konnten sich die Gäste dann am kommenden Vormittag überzeugen. Dass nämlich kaum einer andere Bilder im Kopf hat als jene der Aschingerhalle bei einem der zurückliegenden Konzerte – zumal viele Musiker erst das erste oder zweite Mal angereist waren – wollten wir so nicht akzeptieren. Auf dem Programm stand daher eine Ortsführung mit Jürgen Fischer, der die fröhliche Gruppe durch den Amthof, vorbei an Media- und Infothek durch den alten Ortskern und dann übers Feuerwehrhaus aufs Horn führte. Bei strahlendem Sonnenschein, blauem Himmel und begleitet von den kurzweiligen Informationen war es nicht verwunderlich, dass die Musiker aus Österreich sich begeistert und überrascht von unserem Oberderdingen zeigten – die leckeren Dinetten von Familie Hagmann rundeten eine wunderbaren sonnigen Tag ab!

Nachdem der späte Nachmittag für die Anspielproben der verschiedenen Orchester genutzt wurde, stand dem großen Jubiläumskonzert nichts mehr im Wege.

Eröffnet wurde der Abend  vom Großen Blasorchester des MVO. Unter der Leitung von Dirigent Philipp Zink präsentierten die Musiker unter anderem Variationen über ein österreichisches Volkslied, Udo Linderbergs „Hinterm Horizont“, aber auch Melodien aus „Die Schöne und das Biest“, bevor Marius Kroh den Dirgentenstab übernahm, um die Zuhörer gemeinsam mit seinem Jugendorchester zum Beispiel mit Highlights aus dem Musical „Grease“ und der Filmmusik aus „Fluch der Karibik“ zu unterhalten.

Der Teil nach der Pause gehörte dann ganz den Gästen aus Österreich. Dirigent Mag. Johann Wadauer und seine Musiker hatten sowohl originale Blasorchesterwerke, als auch Pop-Musik von Abba und zünftige Märsche im Gepäck und präsentierten den begeisterten Zuhörern ihr musikalisches Können. Zum Abschluss des Konzertabends baten die Freunde aus dem Süden dann auch die MVOler wieder auf die Bühne. Gemeinsam beendete man das Konzert mit der Polka, deren Titel das ganze Wochenende nicht treffender beschreiben könnte: „Von Freund zu Freund“. Der folgende Radetzky-Marsch war das i-Tüpfelchen auf einem gelungenen Konzertabend, welches die Dirigenten Wadauer und Zink gemeinsam beendeten. An dieser Stelle auch ein herzliches Dankeschön an Dieter Weisert, der mit einer Foto-Präsentation zahlreiche schöne Erinnerungen an die vielen vergangenen Treffen lebendig werden ließ!

Nach dem erfolgreichen Konzert stand dann einer ausgelassen Party im Anschluss nichts mehr im Wege. Bis spät in die Nacht wurde gemeinsam zu hervorragender Blasmusik der Brass-Formation „Gloine Bsetzung“ um die Oberderdinger Marius Kroh und Leonie Hagmann gefeiert. Ein herzliches Dankeschön an den Gesangverein Oberderdingen, der die Veranstaltung bewirtete sowie an den Bürgerverein Großvillars für die Unterstützung beim Frühschoppen am Sonntagmorgen.

Bei diesem wurden die Sipbachzeller Musiker mit leckeren Fleischkäse-Weck und kühlen Getränken wieder verabschiedet und als der Bus um 12 Uhr nach einem Abschiedsmarsch und dem geforderten „Napoleon“ wieder Richtung Österreich startete, winkten die Oberderdinger den Gästen noch lange fröhlich hinterher.

„Ich habe schon oft gehört, dass es in Oberderdingen immer toll ist – aber es ist noch besser!“, schwärmte eine Musikerin des Sipbachzeller MV am frühen Sonntagmorgen mit glänzenden Augen. Da schließen wir uns gerne an: Es war wie immer ein tolles Wochenende mit den Freunden aus Österreich und wir freuen uns schon sehr auf ein baldiges Wiedersehen!

Neue Blockflötenkurse beim MVO

„Mit Hannes, dem Blockflötenspatz auf Entdeckungsflug!“ heißt es nach den Osterferien wieder für Kinder ab etwa 5 Jahren, die Lust haben, das Blockflötenspiel zu erlernen.

In den neuen Kursen, die in der Woche ab 29. April beginnen, erleichtert der Musikverein Oberderdingen musikbegeisterten Kindern den Einstieg in die Welt der Noten und Töne. In Kleingruppen von einer Größe bis zu sechs Kindern werden Griffe und Rhythmen auf der Blockflöte spielerisch erlernt. Bewegung und Gesang sorgen für Abwechslung im wöchentlichen Unterricht.

Am Dienstag, 9. April findet um 17:00 Uhr ein Infonachmittag für Eltern UND Kinder im DRK-Saal statt. Außerdem können Sie Ihr Kind unter 07045/5420423 (Simone Weißenrieder) oder schriftfuehrer@mv-o.de anmelden und/oder weitere Informationen erhalten.

Rückblick Jahreshauptversammlung: Verabschiedung von Kassier Olaf Siegrist

Am Freitag, 15. März fand die Hauptversammlung des Musikvereins Oberderdingen im Weingut Lutz statt. 

Nach vielen Jahren in der Vorstandschaft stellte sich Olaf Siegrist in diesem Jahr nicht mehr zur Wahl als Ressortleiter Finanzen. Unter dem Applaus der Anwesenden bedankte sich der Vorsitzende Rolf Schneider bei Siegrist für seine durchweg hervorragende Arbeit. Nach der Entlastung der Vorstandschaft wurde bei den Neuwahlen Yannick Simon als Nachfolger in das Amt des Kassiers gewählt, außerdem wurden Sascha Scheuer (2. Vorsitzende) und Robin Springer (Ressortleiter Veranstaltungsorganisation) wiedergewählt und die von der Jugendversammlung vorgeschlagene Svenja Krämer als stellvertretende Ressortleiterin Jugend und Ausbildung bestätigt.

Eine besondere Freude war es den Vereinsverantwortlichen, Manfred Sternberger für seine 50jährige Mitgliedschaft im Musikverein zu ehren und auszuzeichnen. Herzlichen Dank für die Treue zum Musikverein!

Einladung Hauptversammlung

Hiermit laden wir alle Mitglieder zur

Hauptversammlung am Freitag, 15. März 2019 19.30 Uhr im Weingut Lutz ein.

TOP 1 Begrüßung
TOP 2 Feststellung der Beschlussfähigkeit
TOP 3 Ergänzung der veröffentlichten Tagesordnung durch
fristgerecht eingegangene Anträge
TOP 4 Ergänzung der Tagesordnung mit ad-hoc-Anträgen nach
Abstimmung
TOP 5 Totengedenken mit musikalischer Umrahmung
TOP 6 Vereinsehrungen
TOP 7 Jahresbericht der Vorstandschaft
TOP 8 Rechnungsprüfungsbericht der Kassenprüfer
TOP 9 Entlastung der Vorstandschaft
TOP 10 Genehmigung des Projekt- und Finanzplans für 2019
TOP 11 Wahlen
TOP 12 Satzungsänderung (EU-DSVGO)
TOP 13 Ehrenamtspauschale
TOP 14 Anträge
TOP 15 Schlusswort

gez. 1. Vorsitzender, Rolf Schneider

Musikalischer Weihnachtszauber

Weihnachtsstress…schnell noch Geschenke kaufen…die Plätzchen sind noch nicht fertig und überall herrscht die übliche Hektik vor den Feiertagen?

Was hilft da besser als der Zauber der Musik!

Wir, die Musiker des Großen Blasorchesters und unser Dirigent Philipp Zink, freuen uns, dass wir Sie alle statt zu unserer letzten Probe dieses Jahres am Montag, 17.12.2018 in die St. Laurentius-Kirche im Amthof einladen dürfen. Um 20:00 Uhr spielen wir für Sie bei freiem Eintritt weihnachtliche Stücke von Film-, über Popmusik bis hin zu traditionellen Liedern – und gönnen uns gemeinsam mit Ihnen eine weihnachtlich-stimmungsvolle Ruhepause von Adventshektik und Plätzchenstress. Wir freuen uns sehr auf Sie!

Frühjahrskonzert

Todesmutige Fahrten entlang meterhoher Wellen, ein fröhliches Trinkgelage in einem englischen Seemannspub, wilde Schlachten auf entfernten Ozeanen und allerlei aufregende Insel-Abenteuer – unter dem Motto „Zu hoher See!“ lud der Musikverein Oberderdingen in diesem Jahr zu seinem Frühjahrskonzert, welches am Samstag, 24. März in der Oberderdinger Aschingerhalle stattfand.

Eine Premiere gab es gleich zu Beginn: Das Jugendorchester eröffnete das Konzert unter der Leitung seines neues Dirigenten Marius Kroh schwungvoll mit dem Stück „Splish Splash“, arrangiert von Michael Story. Nachdem der Dirigent anschließend als betrunkener Seemann die Bühne betreten hatte, gelang es ihm mühelos, das Publikum gemeinsam mit seinen jungen Musikern und Robert Sheldons „Variants On A Sea Shanty“ weiter auf das nasse Konzertmotto einzustimmen – und der Ohrwurm rund um den „Drunken Sailor“ hallte wohl bei einigen Zuhörern auch noch auf dem späteren Nachhauseweg nach. Zum Abschluss ging es in die Karibik: Mit „Little Girl From Trinidad“, eindrucksvoll interpretiert insbesondere vom Querflötenregister des MVO-Nachwuchses, lag ein Hauch der Wärme der karibischen Sonne in der Luft und sanftes Meeresrauschen klang in den Ohren der Zuhörer nach. Die Zugabe „The Bare Necessities“ krönte schließlich das gelungene Debüt des jungen Dirigenten und seines Jugendorchesters in neuer Besetzung.

Mit der malerischen Suite „Sea Hawk“, einem majestätischen Arrangement Jerry Brubakers über einige Themen der ursprünglich 1940 vom austroamerikanischen Komponisten Erich Wolfgang Korngold komponierten Musik zum Film „Der Herr der 7 Meere“ öffnete sich im Anschluss klangvoll der Vorhang für das Große Blasorchester mit seinem Dirigenten Philipp Zink.

Sechs Volkslieder, gesammelt mit 55 weiteren vom englischen Komponisten Vaughan Williams und notiert in einer englischen Fischerkneipe, sind Bestandteil der „Songs of the East Coast Fishermen“ von Philip Sparke. Mit dieser melodiösen Suite gelang es den Oberderdinger Musikern eindrucksvoll ein Stück englische Tradition auf die Konzertbühne zu bringen, indem sie musikalisch unter anderem den heldenhaften, aber aussichtslosen Kampf eines amerikanische Seglers gegen ein gepanzertes Dampfkriegsschiff umsetzten, einen Walskipper im Kerker in Erwartung des Galgens auf die Bühne holten und die Wandlung eines englischen Kaperfahrer in Tunis zu einem reichen und angesehenen Ehrenmann darstellten.

Die Vorgeschichte und die Erlebnisse Robinson Crusoes beschreibt Bert Appermont in seinem gleichnamigen Werk in vier Sätzen, nämlich „Der Seefahrer“, „Das Schiffswrack“, „Die Insel“ und „Die Kannibalen“, mit welchen die Aktiven des Musikvereins Oberderdingen die Zuhörer in die Pause entließen – und ihnen so die Möglichkeit gaben, sich zum Beispiel bei einem Gläschen Rum in der Seemannsbar, welche sich hervorragend in die gelungene thematisch passende Hallen- und Bühnendekoration einfügte, von den bisher erlebten Seemann-Eskapaden  zu erholen.

Auch der zweite Konzertteil ließ das Publikum zahlreiche Abenteuer auf hoher See erfahren. Mit dem Werk „Waterkant!“ des  südbadische Musiklehrers und Komponisten Markus Götz wurden zunächst ein „Abschied“, dann eine Fahrt „Auf hoher See“ sowie der „Tanz der Matrosen“ und schließlich die „Stürmische See“ thematisiert, bevor es nach „Heimweh“ zum „Hafenfest“ ging, wo zur bekannten Melodie des „Hamborger Veermaster“ gefeiert wurde.

Gefordert war anschließend vor allem das tiefe Register, dass den „weißen Hai“ in der Aschingerhalle auftauchen ließ. Die Musik zum Filmerfolg „Jaws“ aus dem Jahr 1975 wurde ursprünglich von John Williams komponiert und von den Oberderdinger Musikern in einem Arrangement des Briten Peter King so imposant dargeboten, dass mit Verklingen des überraschenden letzten Abschlussakkords mit Sicherheit das Herz des einen oder anderen Zuhörers heftig schlug.

Mit der Musik zu den Filmen „Titanic“ und „Das Boot“ blieb das Große Blasorchesters anschließend im Genre der Filmmusik verhaftet. Für seine Musik zum bekanntesten Film über das Schicksal der „Titanic“ erhielt James Horner 1998 zwei Oscars – für den Soundtrack des Films sowie für den besten Song, das seit damals wohl weltberühmte Lied „My Heart will go on“. Mit einem Arrangement des Japaners Takashi Hoshide durfte das Publikum in der Aschingerhalle die tragischen Stimmungen und wallenden Emotionen des Films wieder aufleben lassen und sich noch einmal zu Rose und Jack an die Reling der Titanic träumen.

Als spannungsvoll geladen kann die Atmosphäre beschrieben werden, die sich dann bei der Darbietung von Klaus Doldingers Komposition „Das Boot“ in einem fesselnden Arrangement des Tschechen Jiri Kabat über die Konzerthalle legte, ehe es zum Konzertausklang schließlich wieder zurück in die Karibik ging, wo Jack Sparrow mit den „Pirates of the Caribbean“ in einem Arrangement von John Wasson ein letztes Mal für diesen Abend zu gewagten Hochsee-Abenteuern einlud, bevor das Oberderdinger Publikum mit sicherlich klopfendem Herzen, dem ein oder anderen Ohrwurm und noch gefesselt von Erinnerungen und Träumereien, jedoch letztlich sicher und wohlbehalten die „Black Pearl“ verließ und endlich wieder festen Boden unter den Füßen hatte.

Der Marsch „Gruß an Kiel“ beendete einen beeindruckenden Konzertabend, bei welchem der andauernde Spaß an der Blasmusik für Gäste und Musiker auch daran zu erkennen war, dass der stellvertretende Vorsitzende des Bezirks Kraichgau-Bretten, Helmut Rach, gleich mehrere Musiker für ihre Treue zum aktiven Musizieren ehren durfte: Schlagzeuger Oliver Kosel bekam die Verbandsehrennadel in Bronze für 10 Jahre Aktivität überreicht, während sein Vater und ebenfalls Schlagzeuger Martin Kosel sogar schon auf 40 Jahre Aktivität im Verein zurückblickt und deshalb die Goldene Ehrennadel erhielt. Für sogar 50 Jahre aktives Musizieren durfte Rach die Große Goldene Ehrennadel des Bunds Deutscher Blasmusikverbände an Tenorhornist Helmut Fretz, E-Bassist Hardy Stoll und Tenorsaxophonist Alfred Woll aushändigen.

Neue Blockflötenkurse

„Mit Hannes, dem Blockflötenspatz auf Entdeckungsflug!“ heißt es nach den Osterferien wieder für Kinder ab 5 Jahren, die Lust haben, das Blockflötenspiel zu erlernen.

In den neuen Kursen, die in der Woche ab 9. April beginnen, erleichtert der Musikverein Oberderdingen musikbegeisterten Kindern den Einstieg in die Welt der Noten und Töne. In Kleingruppen von einer Größe bis zu sechs Kindern werden Griffe und Rhythmen auf der Blockflöte spielerisch erlernt. Bewegung und Gesang sorgen für Abwechslung im wöchentlichen Unterricht.

Die Anmeldung für die neuen Kurse ist im Rahmen unseres Infoabends möglich, zu dem wir alle interessierten Eltern und Kinder herzlich einladen möchten. Der Abend findet am Dienstag, den 20.03.2018 um 17.00 Uhr im DRK statt.

Wir möchten hier alle Fragen beantworten. Sollten Sie vorab Informationen benötigen, dürfen Sie gerne Simone Weissenrieder unter 07045/5420423 kontaktieren.

Frühjahrskonzert Vorschau

Vorschau auf das MVO- Frühjahrskonzert am 24.03.18

Teil 1: Originalkompositionen – „Napoleon“ beim Konzert ?

Nein, nicht das Derdinger Spottlied auf Napoleon III., aber ein englisches auf die Niederlagen („Deeds“) von Napoleon I. Bonaparte ist Bestandteil der „Songs of the East Coast Fishermen“ von Philip Sparke. Weitere 5 der 61 von Ralph Williams 1905 in der Grafschaft Norfolk zusammengetragenen „Folksongs“ hat Sparke 2005 im Auftrag der „Springwood High School Concert Band“ von Kings’s Lynn zu einer Suite verarbeitet. In „The Cumberland Crew“ geht es um den heldenhaften, aber aussichtslosen Kampf der Besatzung des amerikanische Seglers „USS Cumberland“ gegen das erste gepanzerte Dampfkriegsschiff. In „Captain’s Apprentice“ bereut ein Walskipper im Kerker in Erwartung des Galgens, dass er seinen Schiffsjungen umgebracht hat. In „Ward the Pirate“ wird beschrieben, wie ein englischer Kaperfahrer in Tunis ein reicher und angesehener Ehrenmann wird. Philip Sparke (*1951) gewann schon dreimal den Preis der europäischen Rundfunkunion für den besten Blasmusikkomponisten.

Bert Appermont (*1973) ist ein belgischer Dirigent und Komponist.  Er schrieb bisher neben zwei Musicals und der Oper „Katharina von Bora“ über 40 Werke für Blasorchester. Viele von letzteren beruhen auf Legenden, Mythen und historischen Ereignissen. So auch „Robinson Crusoe“ aus dem Jahr 2009, basierend auf Daniel Defoe’s Roman gleichen Titels aus dem Jahr 1719. Der wiederum bezieht sich auf die Erzählungen des Alexander Selkirk, der im Oktober 1704 auf der östlichen der Juan-Fernandez-Inseln wegen Meuterei ausgesetzt wurde. Diese Insel, seit 1966 heißt sie Robinson-Crusoe- Insel, liegt etwa 700 km westlich von Valparaiso im Pazifik. Die Vorgeschichte und die Erlebnisse Crusoes beschreibt Appermont in seinem Werk in 4 zusammenhängenden Sätzen, nämlich „Der Seefahrer“, „Das Schiffswrack“, „Die Insel“ und „Die Kannibalen“.

„Rhapsodie für Blasorchester“ nennt der südbadische Musiklehrer und Komponist Markus Götz (*1973) sein 2013 erschienenes Werk „Waterkant !“. Er hat Themen und Motive aus der Volksmusik lose miteinander verbunden. Nach dem „Abschied“ folgen „Auf hoher See“, „Tanz der Matrosen“, Stürmische See“, „Heimweh“ und „Hafenfest“. Bei letzterem darf natürlich der „Hamborger Veermaster“ nicht fehlen. Vermutlich werden in den Strophen dieses Liedes die Zustände auf dem ersten Vollschiff (mindestens 3 Masten) verspottet, das die Hapag 1848 unter dem Namen „Deutschland“ hauptsächlich zum Transport von Auswanderern in Dienst gestellt hat. Sie sank 1857 im Nordatlantik.

Teil 2: Filmmusiken von 1940 bis 2003 – Lieber was bekanntes als was neues ?

 „Der Herr der 7 Meere“ ist ein Spielfilm von 1940; der damals 43-jährige Erich Korngold aus Brünn schrieb die Musik dazu. Er war vorher in Wien u.a. als Opernkomponist tätig und musste 1938 nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich nach Amerika auswandern, weil er jüdisch-stämmig war. Für Filmmusiken erhielt er  2 Oscars und wurde für 3 weitere Oscars nominiert, u.a. auch für die Musik zu „Der Herr der 7 Meere“. Dieser Film beruht letztlich auf einem Roman von Rafael Sabatini „The Sea Hawk“. So nennt auch der Komponist  und Arrangeur  Jerry Brubaker seine „Suite for Symphonic Band“.

„Der weiße Hai“ , Originaltitel „Jaws“, ist ein Filmerfolg aus dem Jahr 1975, der die Haiangriffe in New Jersey Anfang Juli 1916 thematisierte, die 4 Todesopfer forderten. John Williams erhielt 1976 den Oscar für die Filmmusik. Der britische Arrangeur Peter King ist in Blasmusikkreisen wenig in Erscheinung getreten, eher für die Brüsseler Radio Bigband. Seine Wurzeln liegen als Altsaxophonist und Klarinettist im Modern Jazz.

Für seine Musik zum bekanntesten Film über das Schicksal der „Titanic“ erhielt der 1953 geborene James Horner 1998 zwei Oscars: Einen für den Soundtrack des Films und einen zweiten für den besten Song, nämlich „My Heart will go on“.  Horner stürzte 2015  mit seinem Privatflugzeug ab und kam ums Leben. Insgesamt wurde er 10 mal für einen Oscar nominiert. Der Japaner Takashi Hoshide (*1962) lässt in seinem „Titanic-Medley“ die Stimmungen und Emotionen des Films wieder aufleben, als da wären „Ein Ozean voller Erinnerungen“, „Hymne an das Meer“, „Hart Steuerbord“, „Das Sinken“ und „My Heart will go on“.

Klaus  Doldinger (*1936 ) wird am 15.03.18 mit dem Deutschen Musikautorenpreis der GEMA für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Dazu gehören u.a. die Filmmusik zu “Die unendliche Geschichte“ und auch die Titelmusiken zu „Tatort“,  „Ein Fall für zwei“ und „Das Boot“. Unser Arrangement von  „Das Boot“ stammt vom tschechischen Bratschisten und Komponisten Jiri Kabat (*1984)  und besteht aus den zusammenhängenden Teilen  „U 96“, „Auslaufen“, „Erinnerung“ und „Rückzug“.

Bei unserer „Hoch zu See!- Fahrt darf die Karibik nicht fehlen. „Piraten der Karibik: Der Fluch der Black Pearl“ ist ein Film aus dem Jahr 2003. Auf einem Aztekenschatz, den die „Black Pearl“ an Bord genommen hatte, lastet ein Fluch, der die gesamte Besatzung im Mondschein die Gestalt von Skeletten annehmen lässt. Der Fluch kann nur gebrochen werden, indem der Schatz komplett an den Fundort zurückgebracht wird. Klaus Badelt (*1967) aus Frankfurt a.M. komponierte die Musik zum „Fluch der Karibik“, so der deutsche Filmtitel. Er gehört neben Martin Böttcher, Klaus Doldinger, Harold Faltermeyer und Hans Zimmer zu den 5 bedeutendsten deutschen Filmkomponisten. Unser Arrangement vom Texaner John Wasson (*1956) ist mit „Piraten der Karibik“ überschrieben und ist ein Medley aus „Das Medaillon ruft“, „Die Black Pearl“, „Zur Höhle der Piraten“, „Ein letzter Schuss“ und „Er ist ein Pirat“.

Bei der Zugabe kommen dann auch die Freunde traditioneller Blasmusik zu ihrem Recht.



Karten für das Konzert erhalten Sie ab sofort bei allen Musikern sowie in der Vino-/Infothek.